Es dauerte nicht lange, bis Simon merkte, dass er in keinem vornehmen Viertel gelandet
war; es schien das Rotlichtviertel zu sein. Eine Bar lag neben der nächsten, ein
Nachtclub wetteiferte mit dem anderen um die auffälligsten Reklamen mit
ordinären Bildern in den Schaukästen. Derlei war der naive Simon nicht
gewöhnt, nicht einmal in der Stadt Ciudad-Juarez gab es so auffällige Nachtclubs
mit derlei schamlosen Aushängen, und in seinem Heimatdorf schon gleich gar nicht!
Er besah sich die Aushänge sehr intensiv und spürte in seiner Hose, dass er
davon erregt wurde. Insbesondere ein Club, der sich „The leatherhat whipper“ nannte,
zeigte im Aushang unglaublich muskulöse Männer mit nackten Oberkörpern und
Ledermonturen, Ketten und direkt obszöne Tätowierungen an den Oberarmen, die
fast so dick wie seine Oberschenkel waren. Simons Penis stand hart und dick in seiner
Jeans, die fast zu eng war und sich vorne verdächtig ausbeulte.
Verschämt blieb er stehen und sah in einen Schaukasten mit der Getränkekarte,
damit er sich nicht zu Straße wenden musste und jemand vielleicht seinen schwer
erregten Zustand bemerken konnte. Er las die Preise für die Getränke und staunte
nicht wenig, was man hier für ein Bier oder einen Whisky oder Longdrink
hinblättern musste. Da würde er mit seinen noch 45 $ nicht weit kommen! Dann
aber erregte ein kleiner Zettel unten am Ende der Karte seine höchste Aufmerksamkeit!
Da stand: „HELP WANTED“.
Toll, die suchten eine Aushilfe!
Zwar sicher nicht die attraktivste Beschäftigung, aber für den Anfang … als
Starthilfe, bis sich Besseres fand … gleich morgen würde er nachfragen.
Vor lauter Vorfreude kaufte er sich in einem Supermarktladen, der heute am Sonntag
geöffnet hatte, drei Brötchen und eine Fleischwurst samt Limo, was ihn 3,25 $
inklusive MW -Steuer kostete.
Er vertrieb sich die Zeit bis zum Abend, um bei verschiedenen Geschäften in deren
Schaufenstern die Preise zu studieren. Ja, das Leben hier war teuer! Da waren fünfzig
Dollar weg wie nichts!
Es war noch nicht einmal ganz 20 Uhr abends, als er wieder zu seiner auserkorenen
Brücke ging, um sich einen Platz darunter zu reservieren, bevor andere Obdachlose und
Penner ihm den Platz streitig machen konnten. Es waren tatsächlich schon zwei
verlauste Männer und sogar eine verkommen aussehende Frau, der langjähriger
Alkoholismus ins Gesicht geschrieben stand, da. In gebührendem Abstand suchte er sich
einen Platz direkt unter dem mittleren Pfeiler, es kam nämlich Wind auf und
vielleicht könnte es ein Gewitter bei der schwülen Hitze geben! Er fand auch ein
altes Stück eines Kartons, den er als Schlafunterlage benutzen konnte.
Allmählich kamen noch ein paar Obdachlose und gesellten sich zu den Anderen. Eine
hatte sogar einen zotteligen Hund dabei, der zu Simon kam und ihn beschnüffelte.
Simon beachtete die Anderen nicht, starrte auf die untergehende Sonne, die sich im Fluss
spiegelte, und alsbald hatte ihn die Erschöpfung des ereignisreichen Tages
überwältigt und er schlief ein.
* * *
Ein Fußtritt in seine Rippenflanke riss ihn aus dem tiefen Schlaf. Er schlug die
Augen auf, blinzelte gegen das helle Licht, es war schon Tag! Drei Männer umringten
ihn lachend. Zwei hatten Bärte im Gesicht, einer war bartlos mit einem pockennarbigen
Gesicht. Aber die Drei waren ausgesprochen groß, bullig, Ledermützen und lange
Hosen aus Leder, jeder wog bestimmt über hundert Kilo, besonders der Mann mit einem
richtigen Rauschebart. Der Pockennarbige sprach ihn an:
„Hey guy, wohl zum ersten Mal unter einer Brücke gepennt, wie? Bist wohl aus deiner
Wohnung rausgeflogen, oder?“
Simon musste sich erst an den komischen Südstaatenslang gewöhnen. Die sprachen
ein ganz anderes Englisch als das, weiches er in seiner Schule in Mexiko gelernt hatte!
Aber er begriff so ungefähr, auf was der Mann hinaus wollte. Er antwortete der
Einfach halber: „Yes, Sir!“
Da lachte der Vollbärtige hell auf und sprach: „Eh, habt ihr das gehört, Boys,
der Kerl nennt uns >Sir<! Bist wohl nicht von hier, was?“
„No Sir, ich komme aus äh ─ Dallas.“ Was Besseres fiel Simon in der Eile
nicht ein.
„Oh, aus Dallas! Wohl hierher gelaufen, wie? Oder steht dein Cadillac vielleicht oben auf
der Brücke, und der Chauffeur wartet schon, gell? Wette du hast keinen müden
Cent in der Tasche und deine Kreditkarte ist abgelaufen, so dass du kein Benzin mehr
tanken konntest.“
Hilfesuchend sah sich Simon um. Die Kerle rückten ihm zu aufdringlich auf die Pelle.
Aber die anderen Penner hatten sich alle schon verdrückt. Er war mit den drei
Mannsbullen allein. Was tun?
„Oh no, Sir, ich habe schon Geld!“ sagte er in seiner Verlegenheit und griff in seine
Hosentasche. Was war das ? Die war ─ total leer! Lediglich noch drei 10 Cent
Stücke, und sein Taschenmesser war auch weg.
„Man hat mich bestohlen!!!“ jammerte Simon! Er muss so tief geschlafen haben, dass er
nicht gemerkt hatte, wie ihn nachts jemand ausraubte.
An Simons Aussprache merkte der Amerikaner mit dem gestutzten Bart, dass Englisch nicht
dessen Muttersprache war, sondern er ein Latino sein musste. „Du bist Mexikaner,
stimmt’s?“ Simon wurde verlegen und stotterte: „Nein äh ─ ja, schon,
geboren in Mexiko,“ gab er zu und ging dann gleich zum Angriff über: „Habt ihr mein
ganzes Geld gestohlen, als ich noch geschlafen habe?“
Da wurde der Pockennarbige wütend: „Wir und dich bestehlen?!! Das haben wir doch
nicht nötig, einen dahergelaufenen Mexxo zu beklauen! Für was hältst du
uns? Etwa für einen dieser Penner, mit denen du die Nacht unter der Brücke
verbracht hast? Nein, du abgefuckter Hund, wer sich mit Pennern zum Schlafen gesellt,
braucht sich nicht wundern, wenn er unter die Räuber fällt! Guys, dem Mexxo
müssen wir mal eine Lehre erteilen, dass man ehrliche Amerikaner nicht als Diebe
beschuldigt!“
Der Sprecher und der Bärtige hielten Simon fest, während der Vollbärtige
den Latz seiner Motorradhose öffnete, unter der er einen schwarzlederne ‚Jockstrap’
(knappe Hose, die eben nur das Genitale und die Analfalte bedeckt) trug, diesen zur Seite
zog und einen beachtlich dicken Penis und ein beachtliches Paar Hoden, alles umwuchert von
struppig-krausen Schamhaaren, hervorzog.
Grinsend hielt er seinen Fettschwanz Simon vors Gesicht und forderte ihn barsch auf:
„Mach die Fresse auf, hier kommt dein Morgenkaffee, und wenn du nicht alles eifrig
schluckst, lasse ich die Brühe über dein Hemd und die Hose regnen, dass du drei
Meilen gegen den Wind nach Pisse stinkst. Oder hast du hier in der Nähe eine
Dusche?“
Simon packte das blanke Entsetzen! Was waren das für Schweine? Aber er hatte keine
Wahl und Möglichkeit der Gegenwehr gegen die Beiden, die ihn unentrinnbar
festhielten. Er dachte an seine Arbeitssuche; so stinkend und mit verpissten Kleidern
konnte er sich doch nicht bei einem Arbeitgeber vorstellen! Also entschloss er sich
schnell, lieber seinen Mund zu öffnen.
Der Pissestrahl traf seine Rachenhinterwand wie ein Geschoss. So rasch er konnte,
schluckte er die übelriechende Pisse mit Todesverachtung hinunter und ignorierte den
scheußlichen Geschmack. Er schaffte es, dass nur ein paar Rinnsale von Urin sein
Kinn hinabliefen.
Die Flut versiegte, und Simon glaubte schon, die „Prüfung“ überstanden zu
haben, als der Vollbärtige sein Gehänge wieder einpackte. Jedoch nur, um dem
Pockennarbigen Platz zu machen, der Simon kurz losließ, bis ihn der Vollbärtige
an den Armen festhielt. Jetzt holte der Pockennarbige seinen „Schlauch“, der schlank, aber
lang war, hervor und schob ihm Simon ohne lange Zeremonie tief in den Mund. Und wieder
musste Simon hektisch schlucken, um die salzige Brühe nicht aus seinem Mund und
über seine Kleidung rinnen zu lassen.
Als der Pisser seinen Penis wieder herauszog, wagte Simon zu protestieren: „Warum macht
ihr das? Was habe ich euch getan? Ich bin doch kein Penner oder ein Schwein!“
Da lachten die Drei hämisch auf, und der Kurzbärtige sagte: „Aber ein dreckiger
Mexikaner, und illegal wahrscheinlich auch! Kannst uns ja bei den Bullen anzeigen, wenn du
meinst, schlecht behandelt worden zu sein!“
Der Kurzbärtige sah sich kurz um, vergewisserte sich, dass niemand sonst da war und
ließ seine Hose bis zu den Knien herab, streifte auch die reichlich schmuddelige
Unterhose ab, drehte sich vor dem festgehaltenen Simon herum und hielt ihm seinen haarigen
Arsch vors Gesicht mit den Worten: „Nach dem Kaffee gibt’s noch was Festeres, betrachte es
als Brotaufstrich und lecke alles gründlich ab! Das gibt’s nicht jeden Tag!“ Und
damit presste er seine stinkende Arschkerbe dem entsetzt blickenden Simon fest ins
Gesicht.
Simon versuchte sein Gesicht wegzudrehen, was ihm aber nicht gelang. Sein Gesicht musste
sich in die haarige Kerbe versenken. Dort verharrte er, ohne seine Zunge in Gang zu
setzten. Da zog sich der Bärtige zurück, drehte sich um und knallte dem seine
Augen geschlossen haltenden Jungen blitzschnell drei schallende Backpfeifen auf die
Wangen, dass Simons Kopf nur so hin- und herflog.
„Wirst du endlich begreifen, dass du uns zu Willen sein musst, du räudiger Hund!
Lecke mir den Arsch sauber, aber blitz-blank, sonst ziehen wir dich aus und lassen dich
hier splitternackt zurück. Die Bullen werden sicherlich Freude an dir jungem
Gemüse habe und dir ihre „Nightsticks“ in den Arsch jagen, dass du drei Wochen nicht
mehr scheißen kannst!“ Und damit drehte er seinen Arsch Simon wieder vors Gesicht.
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